Saturday, 13. august 2011 6 13 /08 /Aug. /2011 21:48

Balitkum-II-August-2011 6113Die Reise war wie gehabt ruhig und gemächlich durch schier endlose Wälder und sehr geringem Fahrzeugaufkommen. Das Wetter spielte weiter mit, wir hatten die Sonne regelrecht gepachtet. Als nächster Zielort lag der Fährhafen Kuivastu vor uns.

Dort angekommen lag eine Fähre im Hafen und am Check- In tummelten sich einige PKWs. Wir ran und gelöhnt. Da wir keine Vorbuchung gemacht hatten, sparten wir uns 6 Euro für den Sofort Check- In. Wir kamen so optimal, dass wir lediglich 5 Minuten warten mussten und die Fahrzeuge auf die Fähre konnten. Natürlich standen wir fast in der Pool- Position. Für die 7 Km Überfahrt benötigte die Fähre ca. 30 Minuten. Vom Komfort war sie natürlich überhaupt nicht mit unserer Großfähre von SassnitzBalitkum-II-August-2011 5864 nach Kleipeda zu vergleichen. Diese hier wäre danach 4 Sterne und die andere 2 Sterne.

Die Fähre lief dann im Hafen Virtsu auf der Insel Muhu ein und es ging von Bord. Die Überfahrt hatten wir bei schönstem Sonnenschein und einer Tasse Kaffee genossen und konnten somit bester Stimmung unsere Fahrt fortsetzen.

Die Insel Muhu ist mit der Insel Saaremaa durch einen Damm verbunden. Auf diesem machten wir etwa in der Mitte Halt und ließen die wunderbare Umgebung auf uns wirken. Saaremaa selbst ist die viert größte Ostseeinsel und etwa 2,5 mal so groß wie Rügen als die größte deutsche Ostseeinsel. Es leben aber lediglich 35.000 Einwohner auf dieser Insel, welche sie bei unserer Fahrt fast wie ausgestorben erscheinen ließ. Die Bewohner konzentrieren sich auf Balitkum-II-August-2011 5908einige wenige der hier befindlichen Städte, zu welchen Kuressaare gehört.
Bis wir unseren Zielort direkt anfuhren, suchten wir noch empfohlene Sehenswürdigkeiten an. Zu denen zählte die bekanntesten Windmühlen auf Saaremaa, welche sich in Angla an einer höheren, stärkeren Winden ausgesetzten, Stelle. Alle Mühlen befinden sich in einem funktionstüchtigen Zustand. Die Gesamtanlage war erst im vergangenen Jahr fertig gestellt worden und mit EU- Geldern unterstützt. Es ist eine Attraktion, nicht nur für Erwachsene.
Von Angela ging es dann weiter Richtung Küste nach Panga. Hier befindet sich die Steilküste welche an ihrer höchsten Stelle über 21 Meter beträgt. Die Länge beläuft sich auf 2,5 km. Die Steilküste ragt als eine aufgeschlossene Kalksteinmauer direkt am Strand empor.Balitkum-II-August-2011 5924
Nach dieser Besichtigungstour fuhren wir dann das Johann Spa Hotel in Kuressaare an. Hier schlugen wir für zwei Nächte unser Quartier auf. Rückschauend betrachten wir dieses Hotel als das angenehmste. Kein Tourismusüberlauf, sehr ruhig und in Zentrumsnähe gelegen. Auch von der Größe sehr überschaubar.
Trotz der absolvierten Strecke entschlossen wir uns noch einen Bummel durch die kleine Altstadt zu unternehmen. Dabei kam Biggi noch einmal auf Hochtouren, da alle paar Meter ein kleines Geschäft mit viel Handwerklichen Sachen zu betrachten waren. Bei der Tourist- Info versorgten wir uns mit dem nötigen Material. Sehr Balitkum-II-August-2011 6054angenehm war dabei, dass es auch in Deutsch zu erhalten war.

Tobias viel auf dem ersten Blick eine außergewöhnliche Lokalität auf, ein Restaurant in einer Windmühle. Ich hatte ja bereits geschrieben, dass wir nochmals über lukullische Genüsse berichten werden und einen solchen erlebten wir in dieser Mühle.

Das Essen war urisch und typisch Estnisch und dazu die Atmosphäre dazu machten den Verzehr wieder einmal zu einem außergewöhnlichen Erlebnis. Auf dem Hof bereiteten sich Einheimische zu einem kleiBalitkum-II-August-2011 5987nen musikalischen Fest in traditioneller Tracht vor. Auch hier lauschten wir mit rein und es gefiel uns sehr gut.
Nach diesem Ausflug ging es zurück ins Hotel, wo Tobias und ich im Hauseigenen Schwimmbad relaxt den Abend ausklingen ließen. Zum Abschluss in die benachbarte Käpten- Klause und  wieder war ein Tag vorbei.
Am nächsten Morgen früh raus und in aller Ruhe gefrühstückt. Dann ging es wieder auf Stadterkundung einschließlich der Sehenswürdigkeiten. Dazu zählte zum wiederholten Mal eine Burganlage. Auch sie befindet sich in einer aufwendigen Restauration. Eigentlich erwartet man bei dem Besuch einer Bischofs- Burg aus dem 13. Jahrhundert Inhalte Balitkum-II-August-2011 6014der alten dazugehörigen Zeit. Wir wurden aber etwas überrascht, da sie sich eher als ein Museum der letzten Jahrzehnte präsentierte.

Wie schon an anderer Stelle berichtet, wurde auch hier die wechselvolle Geschichte der russischen und deutschen Besatzung dargestellt, wie aber auch die sich anschließende Diktatur bis zur Selbständigkeit Estlands Anfang der 90 iger.
Am nächsten Tag hieß es auf zur Rücktour. Wir hatten die Halbzeit erreicht und mussten wieder zurück nach Riga. Auf unserem Weg quer durch die Insel Saaremaa stand noch der Besuch des Kaali Meteroitenkrater auf dem Programm. Wie zu lesen ist, soll voBalitkum-II-August-2011 6068r über 3000 Jahren ein Meteroit auf Saaremaa abgestürzt sein. Heute ist es ein kleiner See, der von Bäumen umringt ist. Kaali befindet sich ca. 50 km südöstlich von Ninase/ dem Kreuzfahrthafen, entfernt.
Weiter ging es über den Damm auf die Insel Muhu um hier vor der Fährübersetzung noch das historische Fischerdorf Koguva zu besuchen. Die erste urkundliche Erwähnung der Siedlung datiert aus dem Jahr 1532, als ein gewisser Wolter von Plettenberg (1450-1535), seines Zeichens Livländischer Ordensmeister, Bauer Hanske einen Freibrief erteilte. Als Anmerkung, die Sonne begleitete uns weiterhin.
Dann war es nur noch Balitkum-II-August-2011 6089ein kurzes Stück und wir befanden uns wieder an dem oben genannten Fährhafen wieder. Etwa 45 Minuten später waren wir auf dem Festland und ab ging es in Richtung Riga über Pärnu immer entlang des Rigaer Meerbusens. Da und die Fahrerei auf der Autobahnähnlichen Straße zu langweilig erschien, fuhren wir runter auf eine Nebenstraße, welche genau am Wasser entlang führte. Es hatte sich gelohnt diese Strecke zu fahren, da wir viele kleine Ortschaften und jede Menge an Beherbergungen zu Gesicht bekamen.

 

Wir wechselten in einem kleinen Dorf die Grenze und verließen Estland um 5 Meter weiter in Litauen zu sein. Aber nicht nur der Grenzstein wies darauf hin das wir die Ländergrenze überschritten, sondern auch der Straßenzustand. War dieser in Balitkum-II-August-2011 6132Estland sehr gut, landeten wir wieder in ein mehr oder weniger zerrüttetes Straßensystem.
Die letzten gut 100 Kilometer ging es dann auf der Schnellstraße nach Riga und da wir uns ja nun schon ganz gut auskannten, fanden wir das Albert- Hotel im ersten Anlauf. Wir checkten ein und begaben uns noch einmal in die Innenstadt. Im Gegensatz zu unserer Anreise vor gut einer Woche tobte jetzt das Leben. Es ist Sonnabend und das Wetter klasse. Tobias lockte uns dann noch einmal zu einem gastronomischen Geheimtipp, welche er vor zwei Jahren bei einer Riga- Reise kennen lernte. Ich kann nur sagen, wer Riga besucht muss unbedingt in den "Rozengrals". Er befindet sich im Zentrum der Altstadt  und gilt urkundlicBalitkum-II-August-2011 6157h 1293 als der älteste Weinkeller und Ort für Feierlichkeiten des Rigaer Rathauses. Es war eine wahre Freude in dieses alte Gemäuer abzutauchen. Damit will ich euch das letzte Mal mit kulinarischen Genüssen belästigen. Auch hier erlebten wir in einer entsprechenden Atmosphäre ein hervorragendes Essen. Also, es ist ein Muss bei einer Riga- Reise.
Damit klingt der Abend fast aus. Wir sitzen wieder im 11. Stock des Albert- Hotels und ich schreibe hier diesen Bericht.
Morgen Früh geht es dann weiter in Richtung Klaipeda. Wir hoffen dass wir pünktlich weg kommen. Warum hoffen? Weil Busladungen von Touristen abgekippt wurden und die Masse wieder Deutsche siBalitkum-II-August-2011 6188nd. Mal sehen wie die sich da morgen geben. Allein wie sie die Fahrstühle blockierten, lässt nichts Gutes ahnen. Also Augen zu und durch.
Unser letztes Ziel vor der Fährrückfahrt von Kleipeda ist Palanga. Hier wollen wir noch einen Tag Badepause in der Ostsee einlegen, vorausgesetzt das Wetter spielt weiter mit. Desweiteren steht noch ein Ausflug auf die kuhrische Nehrung an. Wenn es klappt berichten wir nochmals vor Ort, ansonsten kommen die letzten Eindrücke von zu Hause aus.
Also bleibt alle schön neugierig.

von Ingo
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