Mittwoch, 3. februar 2010 3 03 /02 /2010 20:29
Der ehemalige Polizeichef der Millionenmetropole Chongqing, welcher im August vorigen Jahres verhaftet wurde, steht nun wegen Kor JDM100203gzhrb1s.jpg ruption vor Gericht.
Der 55 Jahre alte Wen Qiang soll Bestechungsgelder von Verbrecherbanden angenommen und diese im Gegenzug vor Strafverfolgung geschützt haben. Dabei soll er 16 Millionen Yuan (1,7 Millionen Euro) kassiert haben. Das erscheint für unsere Verhältnisse wenig. Vergleicht man aber, dass ein gut gehendes Gehalt im Monat um die 300 € liegt, ist es eine Menge. Sein Vermögen wird mit 30 Mio. Yuan angegeben. Dazu zählt das Schmiergeld. Außerdem ist der ehemalige Polizeichef auch wegen mehrfacher Vergewaltigung einer Studentin angeklagt.

Wen soll unter anderem die Machenschaften einer Bande gedeckt images-copy-1.jpg haben, die von seiner Schwägerin Xie Caiping geführt wurde. Die 46-Jährige, die als Patin des organisierten Verbrechens galt, wurde bereits im November zu 18 Jahren Haft verurteilt. Neben Wens steht auch dessen Frau, die die Schuld ihrem Mann zuschiebt, und drei ehemalige ranghohe Polizisten vor Gericht. Seiner Frau wird vorgeworfen, dass sie die Bestechungsgelder kanalisiert habe.
Mit groß angelegten Razzien gingen die chinesischen Behörden bereits im vergangenen Jahr gegen das organisierte Verbrechen in Chongking vor. Insgesamt wurden 1176 Personen verhaftet und  782 verurteilt. Darunter über 100 Polizeibeamte.
Weitere Details zu diesem Fall kann man unter anderem in der Global Times nachlesen

von Ingo
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