Artikel teilen! Schauprozess im Iran: Im Iran hat ein Schauprozess begonnen, bei welchem 100 Angeklagte am Wochenende in Teheran de, Gericht vorgeführt wurden. Es si ...
Den Angeklagten, so verbreitete zum Prozessauftakt die staatliche Nachrichtenagentur Fars, drohten lange Haftstrafen oder sogar die Hinrichtung. Ihnen werden Kontakte mit bewaffneten Oppositionsgruppen, Angriffe auf Militär- und Regierungsgebäude sowie Verschwörung vorgeworfen.
Der iranische Expräsident Mohammad Chatami das Verfahren gegen die Regimekritiker als "Schauprozess" bezeichnet.
Bei den Protesten, bei denen etwa 30 Menschen ums Leben kamen, wurden rund 2000 Demonstranten festgenommen. Derzeit sind noch rund 250 von ihnen in Haft.
Der iranische Oppositionsführer Mir-Hossein Mussawi warf der Justiz vor, Geständnisse seien durch "mittelalterliche Foltermethoden" erpresst worden. So sollen einige Angeklagte zugegeben haben, Verbindungen zu Feinden unterhalten zu haben und die Islamische Revolution umkehren zu wollen.
Für Aufsehen sorgte, dass es auch aus dem konservativen Lager Kritik an dem Prozess gegen die angeblichen Aufrührer gab. Der Politiker Mohsen Resaie, konservativer Kandidat bei der Präsidentschaftswahl, forderte in einem Brief an die Justiz, dass auch die Verantwortlichen für Übergriffe gegen Demonstranten vor Gericht gestellt werden müssten. "Sonst wird keine Gerechtigkeit hergestellt, und es ist möglich, dass die Unruhen nie enden werden".
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