Monday, 13. april 2009
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Die thailändische Hauptstadt Bangkok befindet sich im Ausnahmezustand. Inzwischen sind tausende bewaffnete Soldaten eingerückt und gehen mit Warnschüssen und
Wasserwerfer vor.
Nach der Verhängung des Notstands ist es zu schweren Zusammenstößen zwischen Armee und Demonstranten mit dutzenden Verletzten gekommen. Dem medizinischen Zentrum von Bangkok zufolge gab es
mindestens 77 Verletzte - darunter je zwei Demonstranten und Zivilisten mit Schusswunden.
Tausende Regierungsgegner haben sich in Bangkok im Regierungsviertel hinter Straßensperren verbarrikadiert. An den Barrikaden stehen junge Leute, die sich mit
Brandsätzen bewaffnet haben. Nach massiven Protesten und dem Abbruch des Asean-Gipfels hatte Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva am Sonntag den Notstand ausgerufen. In der Hauptstadt kamen
daraufhin mindestens 40.000 Menschen zu weiteren Protesten zusammen, zumeist Anhänger des früheren Regierungschefs Thaksin Shinawatra. Sie fordern den Sturz Abhisits. Seit 1932 gab es in Thailand
18 Staatsstreiche.
Inzwischen haben mehrere Länder wie Singapur, Australien und Kanada vor Reisen nach Thailand gewarnt. Das deutsche Auswärtige Amt teilte auf seiner Internet-Seite
mit, für Touristen bestehe keine besondere Gefahr, solange sie Menschenansammlungen und Demonstrationen fernblieben.
von Ingo
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