Thursday, 12. march 2009
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Nordkorea hatte schon vor Wochen angekündigt, neue Raketentests durchzuführen. In diesem Falle will Japan den UN Sicherheitsrat anrufen. Japan fühle sich durch einen
Raketenabschuss der Nordkoreaner unmittelbar bedroht, dass hat der japanische UN-Botschafter Yukio Takas mitgeteilt. Für Japan verstoße auch ein Satellitenstart gegen die UN-Resolution welche
gegenüber Nordkorea ausgesprochen wurde. Dieser verbietet jegliche Aktivität hinsichtlich der Entwicklung ballistischer Raketen.
Inzwischen hat Japan seine bestehenden Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea um weitere sechs Monate verlängern. Das war nun die fünfte Verlängerung.
Für den US-Geheimdienst ist die nordkoreanische Ankündigung eines Satellitenstarts glaubwürdig. Vor dem Militärausschuss des US- Senats wurde dargelegt, dass die
Technologie für Satelliten-Trägerraketen im Kern identisch mit der für den Bau ballistischer Raketen seien. Sollte Nordkorea der Start einer dreistufigen Satelliten-Trägerrakete gelingen, wäre das
Land auch in der Lage, eine Langstreckenrakete zu bauen, die dann das Festland der USA erreichen können.
Diese Entwicklung hat jetzt auch die US-Außenministerin Hillary Clinton auf den Plan gerufen. Sie drohte Nordkorea mit Gegenmaßnahmen, sollte zu einem Raketentest kommen. Im Vorfeld hatte sie zu
diesem Problem mit ihren chinesischen Amtskollegen Yang Jiechi in Washington Gespräche geführt. Ohne China kann dieses Problem nicht gelößt werden, denn China ist das einzigste Land, welches noch
über einen unmittelbaren Einfluß auf die nordkoreanischen Hardliner hat.
von Ingo
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