Samstag, 12. september 2009 6 12 /09 /2009 09:05
Gestern kamen die Meldung über den Ticker und im deutschen Online - Blätterwald, dass der VW Konzern in China weitere 4 Mrd. Euro investieren will. Aber das nicht über irgend einen Zeitraum, sondern innerhalb der nächsten 2 Jahre !!
Was ist der Grund für dieses erhebliche Engagment ?
Man will seine Vormachtstellung im immer härter umkämpften chinesischen Automarkt behaupten und wenn möglich ausbauen. Vom Konzern ist zu hören, dass man in den Werken Nanjing und Chengdu die Produktion bis 2012 auf jeweils 300.000 bis 350.000 Einheiten erhöhen werde. Rund 1,3 Milliarden Euro will Volkswagen allein dort in neue Produkte und in den Ausbau der Produktion stecken.
Das liest sich gut. Ist das auch gut für uns in Deutschland ? Bedingt wohl ja, denn jede Maßnahme im Ausland bringt auch etwas bei uns zu Hause, so wenig es vielleicht am Ende auch sein mag.
Mich bewegt aber eher die Frage, wäre diese enorme Investition nicht auch in Deutschland zu gebrauchen? Vielleicht nun nicht in neue Benzin- und Dieselschleudern, aber vielleicht in innovative neue Antriebsmodelle, wie Hybrid oder die immer mehr angesprochenen Elektrofahrzeuge.
Machen wir uns nichts vor, im Gegensatz zu den USA oder Japan ist das Engagement der großen deutschen Autohersteller als eher gering zu bezeichnen. Die Ursache dafür ist vor allem politischer Natur, es gibt keine klare Stellungnahme zum Thema Elektroauto und erst recht kein Druck zur Zwangsweisen Einführung.
Nun könnte man einwenden, dass die Regierung die Wichtigkeit erkannt hätte. Natürlich scheint sich ein Umdenken lagsam breit zu machen. Aber dieses könnte bereits zu spät sein, denn inzwischen ziehen der Autonation Deutschland Länder wie China oder Indien, von Japan ganz zu schweigen, davon.
Jetzt wieder zurück zur VW - China - Investition. Die 4 Mrd. Euro sind etwa das 10 - fache, was die deutsche Regierung für die elektro - Autoentwicklung locker machen will.
Somit stellt sich das Engagement Deutschlands in diesem Kontex als einfach lächerlich dar.
Man stelle sich nur einmal vor, VW würde dieses Geld und sei es nur teilweise in Deutschland investieren, wir hätten die Abwrackprämie von 5 Mrd. Euro in Innovation gesteckt, als eine Kurzzeit - Effekthascherei pünktlich zu den Wahlen zu veranstalten und nehmen dann noch die vom uns veranschlagte Summe hinzu......
Den Rest kann sich jeder selbst zusammenstellen.
So gar die USA hat den Weg erkannt und stellt mal locker 2,4 Mrd. Euro für die Elektroauto - Forschung ein.
Armes Deutschland kann man nur sagen.
 

 

von Ingo
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Donnerstag, 10. september 2009 4 10 /09 /2009 19:14

Es lohnt sich einmal einen Blick auf den aktuellen Report der Weltbank zu werfen. Hier wurde unter anderem das unternehmensfreundlichste und auch das reformfreudigste Land der Welt ermittelt.

Der Stadtstaat Singapur schaffte es das vierte Jahr in folge im Bereich der Unternehmens - Freundlichkeit den 1. Platz von 183 aufgeführten Ländern zu belegen. Auf dem letzten Platz rangiert Zentralafrika.

Bei den großen Wirtschaftnationen belegt die USA den 4. Platz, Japan den 15. Platz, Deutschland den 25. Platz, China den 89. Platz, Russland den 120. Platz, Brasilien den 129. Platz und Indien den 133. Platz.

Den größten Satz nach vorne machte Ruanda. Nach Reformen in mehreren Bereichen stieg das afrikanische Land um 76 Ränge auf den Platz 67. Deutlich verbessert haben sich die Geschäftsbedingungen auch in Kirgistan, Mazedonien und Weißrussland.

Bei der Ermittlung der Platzierung geht die Weltbank vor allem davon aus, wie leicht oder schwer es ist eine Firma zu eröffnen, bzw. wie langes es dauert, welchen Freiraum es gibt um Geschäfte zu machen, welcher bürokratische Aufwand im Tagesgeschäft erforderlich ist, beim grenzüberschreitenden Handel und beim Steuerzahlen. Die Untersuchung berücksichtigt nicht Faktoren wie makroökonomische Bedingungen, Infrastruktur, Ausbildungstand der Arbeitnehmer oder Kriminalitätsrate.

Den größten Sprung machte Ruanda. Nach Reformen in mehreren Bereichen stieg das kleine afrikanische Land 76 Stufen in der Rangliste auf Platz 67. Deutlich verbessert haben sich die Geschäftsbedingungen auch in Kirgistan, Mazedonien und Weißrussland.

 

 

von Ingo
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Mittwoch, 9. september 2009 3 09 /09 /2009 20:59
Das Rennen um die Märkte für Elektroautos scheint bereits eröffnet. Auch wenn darüber philosphiert wird, wie effizient und nutzbar derzeit die Fahrzeuge sind, so lassen sich vor allem Hersteller aus Asien davon nicht beeindrucken.
Nachdem bereist aus China das Unternehmen BYD sein Kommen nach Europa verkündete, zog das indische Unternehmen Reva nach.
Nun eröffnet wohl der japanische Autobauer Mitsubishi mit seinem i-MiEV den Reigen mit serienmäßigen Fahrzeugen für Europa.
Der österreichische Automobilclub ÖAMTC hatte bereits im vergangenen Juni einen Fahrbericht abgegeben.


von Ingo
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Mittwoch, 9. september 2009 3 09 /09 /2009 19:24
Wie die chinesische Nachrichten agentur Xinhua und der Fernsehesender CCTV berichten, ereignete sich in einem illegal betriebenen Kohlebergwerk in der chinesischen Provinz Henan in Pingdingshan ein schweres Grubenunglück. Dabei sollen 33 Kumpel getötet worden sein und über 40 werden vermisst. Inzwischen spricht man von über 70 Toten.
In dem Bergwerk, das eigentlich wegen Wartungsarbeiten geschlossen war, kam es gestern zu einer Explosion. Von den 93 Männern, die gerade unter Tage waren, konnten sich nur 14 retten.
Inzwischen wurden Behördenvertreter entlassen und die Betreiber unter Polizeiaufsicht gestellt, sowie ihre Konten eingefroren.



In einer ebenfalls in Henan gelegenen Goldmine kamen bei einem Brand 13 Arbeiter ums Leben.

Laut offizieller Zahlen, waren im vergangenen Jahr mehr als 3200 Arbeiter in Kohlebergwerken in China ums Leben gekommen. Die tatsächliche Zahl könnten durchaus höher sein, da viele Unfälle nicht gemeldet werden.


von Ingo
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Mittwoch, 9. september 2009 3 09 /09 /2009 09:25
China plant den Bau des Weltgrößten Sonnenkraftwerkes, welches in der mongolischen Wüste entstehen soll. Das ehrgeizige Vorhaben soll bereits bis 2019 verwirklicht sein. Die Anlage soll dann 2 Gigawatt liefern. Das ist soviel Strom wie etwa zwei Atomkraftwerke zusammen erzeugen und 3 Millionen chinesische Haushalte mit Strom versorgt.
Mit dem Bau in Ordos in der Inneren Mongolei soll schon im Juni nächsten Jahres begonnen werden. Richtig satt von diesem Vorhaben profitiert das US Unternehmen First Solar.
Entsprechende Absichtserklärung wurden gestern in Tempe im US-Bundesstaat Arizona während des Besuches des chinesischen Parlamentschefs Wu Bangguo unterzeichnet. Bereits im kommenden Jahr sollen laut First Solar erste
Demonstrationsphasen mit 30 Megawatt starten. Davon ist die Vision europäischer Stromkonzerne, in Nordafrika das größte Sonnenkraftwerk der Welt zu bauen, noch Meilenweit entfernt.
China will den Anteil erneuerbarer Energien bis 2010 auf 10 Prozent und bis 2020 auf 15 Prozent ausbauen. Dabei soll die Solarkapazitäten von derzeit 90 Megawatt auf bis zu 20 Gigawatt ausbaut werden.
Das heute größte deutsche Sonnenkraftwerk leistet 53 Megawatt.


von Ingo
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