Eine Woche nach den Verwüstungen durch den Typhoon "Ketsana" auf den Philippinen sind
beim Durchzug eines zweiten Tropensturms "Parma" mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen.
Der Typhoon zog mit starken Niederschlägen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 Stundenkilometern über den Norden des Landes hinweg, weite Teile der Hauptinsel Luzon stehen unter Wasser.
In der Provinz Benguet wurden Häuser von zwei Erdrutschen begraben.
Im Vorfeld dieses Sturms hatte Präsidentin Gloria Arroyo das ganze Land in Alarmbereitschaft versetzt und die Evakuierung der Gebiete angeordnet, die in der
Durchzugsschneise des herannahenden Taifuns lagen. Fast 170.000 Menschen wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht.
Als nächstes könnte der Typhoon "Parma" Taiwan erreichen. Am Sonntag befand sich der Sturm rund 320 Kilometer südwestlich von Oluanpi, der südlichsten Spitze der
Insel, und bewegte sich langsam nach Norden, wie der Wetterdienst mitteilte. Die Meteorologen riefen die Bewohner der Region Hengchun auf, sich auf starken Wind und heftige Regenfälle
vorzubereiten. Anfang August waren in Taiwan mehr als 600 Menschen durch den Typhoon "Morakot" ums Leben gekommen.
In Vietnam erhöhte sich die Zahl der Todesopfer durch den Tropensturm "Ketsana" vor einer Woche unterdessen auf 162. Zuvor war von 99 Toten die Rede gewesen. Nach Angaben der Behörden
wurden in dem südostasiatischen Land am Sonntag noch 13 Menschen vermisst, mehr als 600 wurden verletzt. Insgesamt waren in Vietnam rund drei Millionen Menschen von dem Unwetter betroffen.
Der ehemalige
japanische Finanzminister Shoichi Nakagawa ist am Sonntag tot aufgefunden worden.
Seine Frau fand den 56-Jährigen im Badezimmer ihrer Wohnung in Tokio, die Polizei nahm die Ermittlungen auf.
Bei der Parlamentswahl am 30. August verlor der Politiker der Liberaldemokratischen Partei seinen Ministerposten und
sein Abgeordnetenmandat. Der ehemalige Ministerpräsident Taro Aso zeigte sich schockiert von der Todesnachricht und sprach den Angehörigen sein Beileid aus.
Bekannt wurde er vor allem durch ein Bild was um die Welt ging. Es zeigte den japanischen Finanzminister, welcher anscheinend bei seinem letzten Auftritt auf
dem G-7-Gipfel betrunken erschien.
Pünktlich zu den
Feierlichkeiten des 60. Jahrestages der Volksrepublik China kommen die Zahlen zum Einkaufsmanagers Index (PMI), welcher die expansive Entwicklung der Wirtschaft anzeigt.
Der Index konnte sich im September und damit den siebten Monat in Folge, über der wichtigen Marke von 50 Punkten einpegeln. Er lag bei 54,3 Punkten nach 54 Punkten im August, so die Mitteilung des
chinesischen Verbandes für Logistik und Einkauf.
Dies zeigt klar den weiteren Aufwärtstrend der chinesischen Wirtschaft an und schafft den höchsten Stand seit 17 Monaten. Den tiefsten Stand wies der PMI im November vergangenen Jahres mit 38,8
Punkten auf.
Der Index hatte im März mit 52,4 Punkten wieder den Sprung über die 50 Punkte geschafft, gleichbedeutend mit Wachstum. Vom Oktober vergangenen Jahres bis Februar lag
der Index unter dieser magischen Grenze. Im April stieg er auf 53,5, ging im Mai auf 53,1 Punkte zurück, konnte sich dann im Juni auf 53,2 Punkten und im auf Juli bei 53,3 Punkten nach oben
arbeiten.
Wie schon in den letzten Monaten kristallisierte sich auch im September die steigende Nachfrage des Binnenmarktes als Triebfeder für den Anstieg heraus.
Mit Spannung wird nun auf die Daten zum Wirtschaftswachstum für das dritte Quartal gewartet, die voraussichtlich Mitte Oktober veröffentlicht werden. Das BIP wuchs im ersten Quartal um 6,1 Prozent
und im zweiten Quartal um 7,9 Prozent.
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