Sonntag, 7. februar 2010 7 07 /02 /2010 12:50

goojje.jpg

Im vergangenem Monat entstand die Seite Goojje aus einer Mischung von Google und Baidu unter dem Motto, wenn sich zwei Streiten ( China und Google ) freut sich der Dritte. Ich hatte bereits kurz darüber geschrieben.
Nachdem der Dritte Goojje am 14. Januar aus der Taufe gehoben wurde, die Macher betonen dass es ein Spaß sei und keine Firma dahinter stehe, soll die Seite schon zwei Millionen Zugriffe sowie 600 000 Nutzer oder Nutzergruppen am Tag registriert haben, dass berichtet die F.A.Z.
Die von acht Studenten und Programmierern in der Provinz Guangdong gegründete Seite, googbaidu.jpg beschäftigt 150 Ehrenamtliche, darunter gut die Hälfte Hochschüler.

Der junge Mann, der sich nur Xiaoxuan nennt, hat die Software für Goojje entwickelt. Alle Helfer, von denen keiner Geld erhält, verstehen ihre Arbeit als Hommage an den amerikanischen Suchmaschinenbetreiber Google. Das Unternehmen hatte kürzlich angedroht, sich wegen der Zensur und angeblicher behördlicher Hackerangriffe möglicherweise aus China zurückzuziehen.

"Wir wollten nicht, dass Google uns verlässt, deshalb haben wir Goojje erstellt", sagt Xiaoxuan. "Wenn sich Google-Fans einsam fühlen, können sie zu uns kommen." Man verfolge keinerlei kommerzielle Ziele, weshalb man Werbung auf den Seiten ablehne, schreibt die F.A.Z.

Google selbst könnte wegen möglicher Copyright-Verletzungen gegen den jungen Phantom-Programmierer vorgehen. Eine Google-Sprecherin konnte lediglich bestätigen, dass beide Websites nicht in Verbindung zu ihrem Unternehmen stehen, weiß BILD zu berichten.

 

Google fühlt sich nach wie vor durch China gehackt und sucht nun " Schutz " bei der größten Lauschbehörde der Welt, der NSA, na wenn das nichts ist. Der jetzt schon größte Datensammler Googe + NSA + Außenministerin Hillary Clinton = ......... Hier mache sich jeder seinen eignen Reim drauf. Die WELT hats mit seiner Überschrift auf den Punkt gebracht: " Google und NSA schieden Allianz der Alleswisser ".

 

Übrigens will der US-Senator Dick Durbin von 30 Technologie-Konzernen eine Stellungnahme zu ihrer Menschenrechtspolitik in China haben, dass meldete REUTERS.

 

youtube-china.jpg Inzwischen hat sich für die 2008 gesperrte Video - Seite Youtube ebenfalls ein findiger Kopf, Li Senhe, gefunden, welcher die Sperrung mit youtubecn.com umgeht.

Diese Seite entstand einen Tag nach Goojje. 

Wie lange sich das das offizielle China ansehen wird, bleibt abzuwarten.


von Ingo
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Sonntag, 7. februar 2010 7 07 /02 /2010 11:35

Queensland.png Am vergangenen Freitag gab das australische Bergbauunternehmen Resourcehouse offizielle bekannt, dass man Chinas über die nächsten 20 Jahre mit Kohle beliefern werden.

Die mit der China Power Investment Corporation (CPI) geschlossene Vereinbahrung hat ein Volumen von 60 Mrd. US Dollar. Das sei der größte Exportauftrag in der Geschichte Australiens, erklärte Konzern-Chef Phil McNamara zu diesem Vertrag. Sein Unternehmen wird Jährlich 30 Millionen Tonnen Kohle für jeweils drei Milliarden US Dollar liefern.

CPI entwickelt, konstruiert, besitzt und verwaltet große Kraftwerke in China. Der Strom aus den CPI Kraftwerken versorgt die Eastern China Power Grid, Central China Power Grid und die Northern China Power Grid.


China, was zu gut drei Drittel seines Energiebedarfs über Kohlekraftwerke deckt, hatte im vergangenen Jahr erstmals Kohle importiert. Auch wenn das Land zu den größten Kohleproduzenten weltweit gehört, wurden laut dem Handelsministerium 103,43 Millionen Tonnen Kohle importiert. In 2008 hatte China noch 22,40 Millionen Tonnen Kohle exportiert.
Das chinesische Distribution Production Promotion Center hatte in diesem Zusammenhang mitgeteilt, dass die Stromerzeugungsunternehmen Chinas auf Grund der Preisunterschiede bevorzugt mehr Kohle auf dem Weltmarkt kauften. Der Unterschied betrug laut dem General Manager von China Resources, Li Xiangyang, 100 Yuan 14,65 USD) pro Tonne Kohle.
Für Australien ist dieser Vertrag von erheblicher Bedeutung, sicher er doch über Jahr hinweg zehntausende von Arbeitsplätzen.


Der australische Milliardär Clive Palmer, fünft reichster Australier und Chairman von Resourcehouse, zeigte sich mehr als Zufrieden mit diesem Vertrag. Er will sein Unternehmen im März in Hongkong an die Börse bringen, um sich frisches Kapital für einen Ausbau der Kohle-, Erz- und Ölförderung zu beschaffen. Dazu gehört auch das Kohle Bergbau-Revier im Bundesstaat Queensland. Aus diesem soll die Kohle für China gefördert werden. Aus dem Börsengang will der Konzern bi zu 3 Mrd. US Dollar ziehen, so ist es verschiedenen Quellen zu entnehmen.

Resourcehouse.jpg Das Queenslandprojekt gehört zu den Großprojekten von Resourcehouse in Australien. Hier wird sich auch die Metallurgical Corporation of China (MCC) einbringen. Wie Palmer mitteilte, wird der chinesische Konzern für 200 Mio. US Dollar Anteile an Resourcehouse erwerben. Damit hält MCC dann 10 Prozent an den 8 Mrd. US Dollar schweren Queenslandprojekt, welches unter dem Namen China First laufen wird. Die Vereinbahrung dazu wurde bereits im vergangenen Jahr getroffen.

Die Export-Import Bank of China wird ihrerseits zur Finanzierung 5,6 Mrd. US Dollar bereitstellen.

Das Vorhaben umfasst unter anderem den Bau von vier Schachtanlagen, zwei Tagebauen und Queensland.jpg den damit verbundenen Verarbeitungsanlagen im Galilee Basin.  

Resourcehouse plant, die Mine an einem neuen Kohle-Terminal an der Küste von Queensland anzubinden. Dazu muss eine neue 490km lange Bahnstrecke geschaffen werden. Das Bergwerk und die dazugehörige Infrastruktur werden laut Palmer bis zu 6.000 Arbeitsplätze schaffen und weitere 1.500 mit der Inbetriebnahme, welche voraussichtlich 2014 erfolgt.

von Ingo
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Mittwoch, 3. februar 2010 3 03 /02 /2010 20:29
Der ehemalige Polizeichef der Millionenmetropole Chongqing, welcher im August vorigen Jahres verhaftet wurde, steht nun wegen Kor JDM100203gzhrb1s.jpg ruption vor Gericht.
Der 55 Jahre alte Wen Qiang soll Bestechungsgelder von Verbrecherbanden angenommen und diese im Gegenzug vor Strafverfolgung geschützt haben. Dabei soll er 16 Millionen Yuan (1,7 Millionen Euro) kassiert haben. Das erscheint für unsere Verhältnisse wenig. Vergleicht man aber, dass ein gut gehendes Gehalt im Monat um die 300 € liegt, ist es eine Menge. Sein Vermögen wird mit 30 Mio. Yuan angegeben. Dazu zählt das Schmiergeld. Außerdem ist der ehemalige Polizeichef auch wegen mehrfacher Vergewaltigung einer Studentin angeklagt.

Wen soll unter anderem die Machenschaften einer Bande gedeckt images-copy-1.jpg haben, die von seiner Schwägerin Xie Caiping geführt wurde. Die 46-Jährige, die als Patin des organisierten Verbrechens galt, wurde bereits im November zu 18 Jahren Haft verurteilt. Neben Wens steht auch dessen Frau, die die Schuld ihrem Mann zuschiebt, und drei ehemalige ranghohe Polizisten vor Gericht. Seiner Frau wird vorgeworfen, dass sie die Bestechungsgelder kanalisiert habe.
Mit groß angelegten Razzien gingen die chinesischen Behörden bereits im vergangenen Jahr gegen das organisierte Verbrechen in Chongking vor. Insgesamt wurden 1176 Personen verhaftet und  782 verurteilt. Darunter über 100 Polizeibeamte.
Weitere Details zu diesem Fall kann man unter anderem in der Global Times nachlesen

von Ingo
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Samstag, 30. januar 2010 6 30 /01 /2010 15:39

Chengdu-Sichuna.jpg Was sich in der Stadt Chengdu in der Provizn Sichuan derzeit abspielt, mutet einem Possenspiel an. Man könnte darüber schmunzeln, wäre es nicht ernst und zeigt böse Parallelen mit dem 19. Jahrhundert des kolonialen Rasissmusses in China auf, welcher eigentlich lange überwunden schienen.


Da treibt es die Chengdu Hi-Tech Investment um, eine Tochter der Chengdu Hi-Tech Properties. Sie baut ein nur für westlich aussehende Ausländer geplantes Wohnviertel.

Dieses steht im Zusammenhang mit der Chengdu High-Tech Industrie- Entwicklungszone. In ihr befinden sich auch etliche Großekonzerne aus dem Westen mit dem dazugehörigen heimischen Firmenpersonal. Chengdu-Industriezone.jpg


In den Arpartments der Tianfu International Community, im Südwesten von Chengdu, dürfen nach dem Vorhaben des Investors sich nur Ausländer niederlassen. Dabei sei aber nicht nur ein ausländischer Pass wichtig. Die Bewohner sollten auch westlich aussehen. Nicht einmal chinesischstämmige Ausländer bekommen Zutritt.

Das hier wirklich nur Westlern der Zutritt genehmigt wird zeigt sich auch in der Ausgrenzung ausländischer Pass-Inhaber und Bewohner von Hongkong, Macao und anderen asiatischen Ländern wie Japan und Korea. Das bringt inzwischen berechtigter Weise die Chinesen in der Öffentlichkeit aber auch im Internet auf die Palme.

Regelrecht Öl ins Feuer goss ein Mitarbeiter der Marketingabteilung der Chengdu Heigh-Tech Investment Group mit Namen Wang, indem er diese Maßnahme damit begründete, dass das Verbot für chinesische Mieter notwendig sei, um die "Reinheit" der internationalen Gemeinschaft zu gewährleisten. Mehr Ausgrenzung im eigenen Land geht wohl kaum noch.


Die Nach 5252624.jpg richtenagentur AFP wollte nach dem Bekanntwerden dieses Projektes durch die Global Times einen Verantwortlichen des Unternehmens sprechen um nähere Informationen zu bekommen. Bisher ohne Erfolg, was eigentlich logisch ist.

In den chinesischen Medien scheint es auch schon zu köcheln. So fragte die China Daily nach was da los ist und der der Chef des Planungs- und Baubüros der Chengdu High-Tech-Zone, Zheng Xiaoming meinte, dass diese Ausländer-Regel dazu diene, dass die Gemeinschaft wirklich International sei.


Die erste Phase der Entwicklung wird im Oktober abgeschlossen sein. Nach seiner Fertigstellung werden auf 20.000 Quadratmeter für 5.000 Menschen Wohnräume angeboten. Desweiteren befindet sich in der Tianfu International Community eine Kirche, Schulen, Krankenhäusern und Spielplätze.

Wie die Global Times berichtet, bezeichnen die Bewohner von Chengdu diese Wohnenklave als rassistisch und sie erinnere an die ausländischen Konzessions- Gebiete in mehreren chinesischen Städten nach dem Opium-Krieg Mitte der 1800er Jahre. Sie waren eines der mächtigsten Symbole des westlichen Kolonialismus.

Die Global Times zitiert mit Gao Song einen Bewohner von Chengdu, welcher das Projekt auf den Punkt bringt in dem er sagte: " Ich glaube, sie praktizieren" Rassentrennung " indem sie Chinesen ausgrenzen". 

Inzwischen wir dieses Vorhaben aber auch von Ausländern abgelehnt. So sagte der in Chengdu wohnende Ire Peter Goff, dass für ihn diese Siedlung nicht in Frage käme. Er wohnt seit drei Jahren in China und fühle sich wohl bei seinen chinesischen Nachbarn.



von Ingo
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Donnerstag, 28. januar 2010 4 28 /01 /2010 19:08
Es ist schon interessant was sich so auf der Suchmaschinenfront in China abspielt.
Die US Suchmaschine Google will wegen der Zensierung und Hackeratacken nicht mehr so recht in China bleiben. Aber sich verabschieden will man sich wohl auch nicht, stehen doch begierig andere in den Löchern, um ihren Marktanteil zu erhaschen.
Wie sonst kann man Microsoft mit seiner Maschine Bing und dem großen Bill Gates verstehen. Dieser teilte nun mit, dass China an dem Hackerangriff an und für sich keine Schuld trifft. Und was die Internetzensur betrifft, so habe man sich eben ganz einfach an die Gegebenheiten des jeweiligen Landes zu halten, meint Gates. Dafür wird er im Westen gescholten und in China gefeiert.
Aber die Chinesen sind echt erfinderisch. Auf Google will man nicht so recht verzichten und Baidu nicht alleine haben.
Also nehme man ein Stück von Google und ein Stück von Beidu, schüttelt es ordentlich durch und schon ist eine schicke Suchmaschine fertig und heiß: Goojje und sieht dann so aus : http://goojje.com/
von Ingo
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